Ruhig und einvernehmlich, wie es das Thema gebietet, hätte der Beschluss in der gestrigen Gemeindevertretersitzung abgestimmt werden können. Einvernehmlich war die Abstimmung, jedoch wurde sie von einer unsensiblen Rede aus den Reihen der CDU begleitet.

Herr Dr. Siegl, CDU mahnte an, dass so ein Thema ohne ein paar entsprechende Worte so nicht hätte verabschiedet werden dürfen und bat um das Wort. Gleich zu beginn seiner Rede betonte er, dass es ja Städte gäbe, die Stolpersteine ablehnten und führte hier München, mit der Betonung, dass diese ja die SPD-Hauptstadt im Süden sei, an. Selbst vor Charlotte Knobloch, ehemals Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland und Kritikerin von Stolpersteinen machte er mit der Betonung, dass sie Münchnerin sei, nicht halt.

Um dieses Thema von unserer Seite nicht als politische Schlacht verkommen zu lassen, haben wir uns in der Sitzung kurzerhand entschlossen, in der Sitzung hierzu keine Stellung zu beziehen. Betonen möchten wir hier an dieser Stelle aber, dass wir es als völlig unmöglich und unsensibel empfinden, solche Bemerkungen kund zu tun und fragen uns, welche Motivation dahinter steckt. Von Seiten der SPD haben wir einvernehmlich dem Antrag zur Verlegung von Stolpersteinen zugestimmt und sahen somit auch keine Notwendigkeit, dass man uns hätte überzeugen müssen.

Somit bleibt nur der Eindruck der provokativen Usensibilität, die wir ja auch schon zu anderen Themen aus diesem Teil der CDU Fraktion vernommen hatten.

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