Der aktuelle Platzmangel in der Schulkindbetreuung war lange vorauszusehen. Bereits zur Jahreswende hat die SPD Fraktion das Problem thematisiert. Aber die Eltern wurden lange in Unwissenheit gelassen und nun stehen 16 Familien vor dem Problem, dass sie nicht wissen wie es beruflich und persönlich weitergehen soll.

Die SPD Fraktion hat sich daher aktuell mit der folgenden Anfrage an den Bürgermeister und den Gemeindevorstand gewendet und erhofft sich Antworten innerhalb der kommenden Sitzungsrunde:

An den
Bürgermeister                                                               

Herr Jan Fischer                                                                        
und den Gemeindevorstand
Weingartenstraße 46 – 50

64569 Nauheim                                                                       

 12. Juni 2013

Schriftliche Anfrage der SPD Fraktion zur Situation in der Schulkindbetreuung

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Fischer,

Sehr geehrte Damen und Herrn des Gemeindevorstandes,

 in dem Artikel „Schulkindbetreuung: Einige Eltern gehen bei Verlosung leer aus“ (Echo vom 11.06.2013) geben sie bekannt, das 16 Eltern keinen Platz in der Schulkindbetreuung bekommen. Als Grund nennen sie die große Nachfrage, aber auch Personalmangel.

Nachdem im ersten Informationselternabend der Grundschule für die Schulanfänger eine große Diskrepanz zwischen Bedarf und Angebot durch die Schulleiterin und Vertretern der Schulkindbetreuung benannt wurden hat die SPD Fraktion bereits zum Jahresende 2012 in einer Anfrage auf die prekäre Situation in der Schulkindbetreuung zum Schuljahresbeginn 2013/2014 hingewiesen.

Auch wurde in der Anfrage der SPD darauf hingewiesen, dass es für die Eltern der betroffenen Kinder absolut wichtig ist, rechtzeitig eine verlässlich Rückmeldung zu erhalten, da hiervon die weitere berufliche Planung abhängig ist.

Auf die Anfrage haben sie im Rahmen des Haupt- und Finanzausschuss betont, dass sie sich der Problematik annehmen, den Bedarf konkret ermitteln wollen und den Eltern eine verlässliche Information bis April 2013 geben wollen. Gleichzeitig betonten Sie aber auch, dass die Gemeinde keine Verantwortung für die Zukunftsplanung der Eltern übernehmen könne.

Der „erhöhte“ Bedarf an Betreuungsplätzen dürfte aber schon länger bekannt gewesen sein, da sich dies u. a. aus der Situation ergibt, dass 2013 nur 3 Klassenzüge abgehen, aber wieder 4 Klassenzüge beginnen. Dies sowie die Frage der demografischen Daten waren frühzeitig zu eruieren.

Die betroffenen Eltern hatten bis zum Zeitpunkt des Erscheinens des Artikels trotz mehrfacher Nachfragen an die zuständigen Verwaltungsmitarbeiter sowie an Sie persönlich keine Rückmeldung von der Gemeinde erhalten. Auch diesen wurde im Vorfeld in Einzelkontakten zugesichert, dass eine Rückmeldung bis April 2013 erfolgt.

Die Rückmeldung kommt nun (Mitte Juni 2013) zwei Monate von Schuljahresbeginn! Ein zu kurzfristiger Zeitraum, auf den sich viele Arbeitgeber nicht einlassen können um mit den Betroffenen Eltern die Fortführung oder Wiedereintritt in das Arbeitsverhältnis zu planen!

 Für die SPD stellen sich somit folgende Fragen, deren Beantwortung wir dringend erbeten:

  1. Warum wurde erst so spät auf die bereits Ende 2012 bekannte und im Grunde schon früher zu erwartende Diskrepanz reagiert?
  2. Welche konkreten Maßnahmen wurden getroffen, um den Bedarf an Plätzen in der Schulkindbetreuung zu decken?
  3. Wie wurden die Kriterien zur Auswahl bei der Platzvergabe ermittelt und geprüft?
  4. Aus welchem Grund ist der im Artikel erwähnte Personalmangel entstanden und was hat die Gemeinde unternommen bzw. wird sie unternehmen, diesem zu begegnen?
  5. Welche Rolle spielt die räumliche Situation in der Schulkindbetreuung, im Zusammenhang mit der Rückgabe eines Raumes an die Schule?
  6. Warum wurden die Eltern nicht wie versprochen bereits frühzeitig über die Problematik informiert?
  7. Was wird die Gemeinde unternehmen um den Eltern, die keinen Platz erhalten haben im Laufe des Schuljahres noch Möglichkeiten zu erarbeiten?

 Für eine nachvollziehbare Rückmeldung möchten wir uns im Vorfeld bedanken.

 Für die SPD Fraktion

Frank Schmitz
Fraktionsvorsitzender

 

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