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Auf ihrer Sommertour machte unsere Landtagsabgeordnete Kerstin Geiß Station in Nauheim. Die Sommertour steht unter dem Motto „Mobilität“. Wir fragten uns: wie sieht Mobilität für Behinderte in Nauheim eigentlich aus?  Barrierefreiheit ist eine wesentliche Voraussetzung, damit Menschen gleichberechtigt am Leben teilhaben können. Das erklärt die UN-Behindertenrechtskonvention sehr eindeutig. Wie wir schon bald erkennen mussten, ist Nauheim diesbezüglich keine Vorzeigegemeinde – ganz im Gegenteil.

Gemeinsam mit einer Abordnung vom VdK-Ortsverband Nauheim, der SPD AG 60-Plus, der Seniorenkommission und einem Mitglied der Generationenhilfe, wurden einige Brennpunkte unter die Lupe genommen. Horst Engel, beim VdK für Barrierefreiheit im Kreis Groß-Gerau zuständig, war dabei ein sachkundiger Begleiter.

 

20160730_161951[1]Es gibt in Nauheim durchaus für Behinderte gut gelöste Stellen. So ist der Bereich am Bahnhof mit Gehwegabsenkungen für Gehbehinderte und Leitlinien für Sehbehinderte vorbildlich ausgestattet. Die Bushaltestelle am Atrium hat ebenfalls Blindenleitlinien. Und die in der Nähe gelegene Ampelanlage ist mit einer Akustik für Sehbehinderte  und Gehwegabsenkung auch vorzeigbar.

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Doch schon wenige Schritte weiter ist es damit vorbei. Zum Beispiel stellt die Waldstraße  für Rollstuhlfahrer ein nahezu unüberwindliches Hindernis dar und Sehbehinderte haben keine Orientierungshilfen, was eine Straßenüberquerung oder auch nur den Einstig in den Bus zu einer gefährlichen Angelegenheit macht.

Horst Engel erzählte von noch sehr viel mehr Brennpunkten innerhalb unserer Gemeinde, vom „Dauerbrenner“ Behindertenfahrstuhl am Rathaus ganz zu schweigen.

Die SPD Nauheim fordert die Einhaltung der UN-Behindertenrechtskonvention auch in Nauheim. Wir fordern die Entschärfung der schlimmsten Brennpunkte für Behinderte. Wir fordern eine entsprechende Mittelverwendung z.B. der Regionalfondsmittel und der KIP.

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