Nachdem in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung der Antrag der SPD, der eine Deckelung der Belastung der Bürgerinnen und Bürger in Nauheim vorsah, abgelehnt wurde, sehen die SPD Fraktionäre nun den Spielball bei den anderen Fraktionen.

Die SPD forderte in ihrem Antrag, dass in Zukunft bei jeglichem Projekt in Nauheim festgehalten werden sollte, welche zusätzliche Belastung dieser für die Bürgerinnen und Bürger bedeuten würde.

Dabei galten 342,- Euro jährlich als Belastungslimit, das man festhalten wollte.
Der Antrag wurde mit Mehrheit abgelehnt. Das Enttäuschende ist jedoch, dass keine der anderen Fraktionen sich die Mühe machte ein Alternativkonzept vorzulegen oder innerhalb der Debatte daraufhinzuweisen, dass die Bürgerinnen und Bürger auch an ihre Grenzen stoßen. Dabei schob die CDU Fraktion als auch der Bürgermeister eher jegliche Schuld von sich, in dem sie auf die Inanspruchnahme durch den Kreis hingewiesen haben. Einzig Peter Engemann (FDP) habe daraufhingewiesen, dass man die Diskussionen um die Grenzen der Belastungen der Nauheimer führen müsse und zeigte sich offen diesem Pfad zu folgen.

Dass die Gebühren und Steuern ernorm seit Beitritt in den kommunalen Schutzschirm gestiegen sind, erwähnte keiner. Und während sich Bürgermeister Jan Fischer für die Konsolidierung der Kommune vom hessischen Finanzminister Dr. Thomas Schäfer auszeichnen und feiern lässt, will er sich anscheinend auch nicht die Option nehmen lassen, weitere Wege und Mittel zur Konsolidierung zu finden, was nur weitere Steuer- und Gebührenerhöhungen bedeuten kann“, erläutert Fraktionsvorsitzende Laura Altmayer und fügt hinzu, dass die Leistung für die Auszeichnung die Nauheimer Bürgerinnen und Bürger erbracht haben.

Eine Entlastung sei aber in Zukunft für die Nauheimer nicht in Aussicht, auch weil Bürgermeister Jan Fischer in ewiger Nibelungentreue sich nicht traut Kritik an der aktuellen Landesregierung zu äußern.

Hier sieht der Parteivorsitzende Frank Schmitz den Bürgermeister am Scheideweg:
„Herr Fischer muss sich nun entscheiden, ob er sich vor seine Bürgerinnen und Bürger stellt, die ihn dieses Jahr erneut zum Bürgermeister gewählt haben oder ob er schlicht unkreativ die Vorgaben aus Wiesbaden umsetzt.“

Es wird sich zeigen, ob in Zukunft vor lauter Belastung und Konsolidierung noch ordentlich Musik spielt in der Musikgemeinde Nauheim oder ob Nauheim am Tropf des Schutzschirms nur noch künstlich am Leben erhalten wird und alle lebenswerten Facetten dabei verloren hat.
Dabei muss der Dirigent Jan Fischer dafür sorgen, dass das Orchester nicht weiter in Anspruch genommen wird, bis zu dem Punkt an dem es an die Wand gefahren wird.

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