Vor dem Hintergrund der letzten beiden Wahlen und dem sehr hohen Stimmanteil der Nauheimer Wählerinnen und Wähler zu Gunsten einer Partei am äußerst rechten Rand des politischen Meinungsspektrums, mahnte Karl Norbert Merz (SPD), dies sehr ernst zu nehmen.

Bei den vielen persönlichen Gesprächen während der Wahlkämpfe, z.B. im Rahmen von Hausbesuchen, waren oft Meinungen hören, die ihm schwer zu denken gegeben hätten. Wie kann es sein, dass in einer Gemeinde, in der laut vergangenen Debatten in der Gemeindevertretung, als es um die Gebührenhaushalte ging, vermeintlich gut situierte Menschen in einem geordneten Umfeld leben, solche Gedanken entstehen? Die Angst vor gesellschaftlichen Veränderungen und vermeintliche Auswirkungen auf den eigenen sozialen Status spiele eine wesentliche Rolle. Die Wählerinnen und Wähler suchen nach Orientierung und finden diese für sich scheinbar nicht mehr bei den etablierten Parteien.

Ein deutlicher Rechtsruck in den Köpfen der Wählerinnen und Wähler ist feststellbar und manifestierte sich letztendlich in fast 14% Stimmanteil bei der Kreistagswahl und nahezu 12% bei der Bundestagswahl für „rechts“.
Das ließe befürchten, dass bei der nächsten Kommunalwahl auch diese Partei den Sprung in die Gemeindevertretung schaffen könnte. Mit all den Konsequenzen, die sich dann für die politische Arbeit vor Ort in Nauheim ergeben. Dem gelte es, entschieden entgegen zu wirken.

Merz leitete daraus einen persönlichen Handlungsauftrag ab. Nämlich offen auf die Nauheimerinnen und Nauheimer zu zugehen, wo immer möglich das persönliche Gespräch suchen, zuhören was die Menschen bewegt und Politik sowohl verständlich, als auch greifbar zu machen. Er warb ausdrücklich bei den Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertretern um Unterstützung, damit Nauheim ein Rechtsruck im Parlament erspart bleibt.

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