IMG_20160803_170611_editNächster Halt der Sommertour von Kerstin Geis war am Bahnhof. Am gleichen Tag wurde vom Bundeskabinett der  Bundesverkehrswegeplan 2030 verabschiedet, da passte unser Thema „Mobilität und Bahnlärm“  sehr gut. Zahlreiche interessierte Nauheimerinnen und Nauheimer suchten das Gespräch mit uns und unserer Landtagsabgeordneten. Herr Thomas Mroczek vom Fahrgastbeirat berichtete sehr kompetent, welche Verkehrsplanungen auf die Nauheimer Bahnstrecke einwirken. Unsere Gemeinde ist  und bleibt der enge Flaschenhals für mehrere Streckenzuführungen des Korridors Rotterdam/Genua, der Rhine-Alpine-Strecke. Über diese Route werden schon jetzt rund 30% des europäischen Gütertransitverkehrs geleitet. Das heißt für Nauheim schon heute mehr als 300 Güterzüge täglich, zusätzlich zum Personennahverkehr und Schnellzügen. Das bedeutet ganz konkret: wenn sich in der Schweiz ein kleines Kind über einen Stoffteddybär freut, ist dieser zuvor mit großer Wahrscheinlichkeit durch Nauheim gerollt. Produziert in China, per Seefracht z.B. in Rotterdam angeliefert, in einen Güterzug verladen, auf die Rhine-Alpine-Strecke eingefädelt und in Nauheim mit großem Geschepper Lärm gemacht.

 

Rhine-Alpine-Korridor
Rhine-Alpine-Korridor

 

Durch ständig wachsende Warenströme kommt die Strecke an ihre Kapazitätsgrenzen. Mit Optimierungen der Zugabstandssteuerung soll eine noch höhere Zugfrequenz erreicht werden. Was das für unsere Gemeinde bedeutet, kann man sich leicht ausmalen. Rund um die Uhr klapperndes Waggons, fast rund um die Uhr Fluglärm und bald auch wegen der näher an Nauheim heranrückenden A67 Auto- und Lkw-Krach! Bietet der Bundesverkehrs- wegeplan wenigstens für den Bahnverkehr eine Entlastung für Nauheim? Da bleibt nur ein eindeutiges „Nein“  zu sagen. Die geplanten Entlastungsstrecken setzen erst ab Büttelborn/ Klein-Gerau und hinter Bischofsheim ein.

 

Welche Perspektive bleibt? Ganz eindeutig: Lärm an der Quelle vermeiden bzw. reduzieren. Veraltete Güterzugwaggons müssen auf einen neuen technischen Stand umgerüstet werden. Neue Bremssysteme kosten pro Waggon nur 2.000 EUR, was sogar noch mit EU-Mitteln gefördert wird.. Das Gesamtinvestitions-volumen beträgt rund 300 Mio. EUR.  Ein Witz, wenn man bedenkt, was Lärmvermeidung an besserer  Lebensqualität und sinkenden Krankheitsrisiken bedeutet.  Die Schweiz ist hier ein leuchtendes Beispiel. Dort dürfen ab 2020 keine alten Waggons mehr passieren!

 

Verkehrsminister Dobrindt will bundesweit 17 Messstellen an hochfrequentierten Bahnstrecken einrichten lassen. Dazu läuft ein Bewerbungsverfahren, an dem Bahnanrainerkommunen teilnehmen können. Die SPD Nauheim meint: eine Messstelle muss genau hier aufgebaut werden. Denn genau hier, in Nauheim, fahren die Züge mit der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h durch. Genau hier werden aussagfähige Messwerte erreicht.

 

Für die SPD Nauheim bedeutet das alles klare Handlungsaufträge:  wir fordern die konsequente und schnelle Umrüstung der Waggons mit Lärmmindernden Brems- und Achsensystemen. Wir fordern die Einrichtung einer Messstelle an der Bahnstrecke durch Nauheim. Nauheim darf nicht zu einem Lärmghetto verkommen!

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Auf ihrer Sommertour machte unsere Landtagsabgeordnete Kerstin Geiß Station in Nauheim. Die Sommertour steht unter dem Motto „Mobilität“. Wir fragten uns: wie sieht Mobilität für Behinderte in Nauheim eigentlich aus?  Barrierefreiheit ist eine wesentliche Voraussetzung, damit Menschen gleichberechtigt am Leben teilhaben können. Das erklärt die UN-Behindertenrechtskonvention sehr eindeutig. Wie wir schon bald erkennen mussten, ist Nauheim diesbezüglich keine Vorzeigegemeinde – ganz im Gegenteil. Weiterlesen

Laura Altmayer

„Kommunalpolitik ist die Basis der Politik. Hier kann ich mich für die Sozialdemokratie engagieren und konkrete Projekte gestalten“ erklärt Laura Altmayer. „Wer hier das demokratische und politische Handwerk erlerne, bringe die besten Voraussetzungen für eine positive Veränderung unserer Gesellschaft mit. Weiterlesen

Vereinsförderung und die Frage der Nutzungsgebühren für Sportstätten ist ungeklärt. Eine Situation, die uns von Vereinsvertretern unterschiedlichster Vereine angetragen wurde, da dies für diese eine unsichere finanzielle Situation darstellt. Vereine und Verbände brauchen klare finanzielle Rahmenbedingungen um ihre Aufgaben wahrnehmen und für die Bürgerinnen und Bürger sportliche, kulturelle und andere soziale Angebote sicherstellen zu können. Weiterlesen

Gemeindevertretervorsteher - Kopie

Die Gemeindevertretung Nauheim wird nun wieder durch einen Sozialdemokraten geführt. In der konstituierenden Sitzung der Gemeindevertretung Nauheim wurde Karl Norbert Merz zum Gemeindevertretervorsteher und somit zum 1. Bürger in Nauheim einstimmig gewählt.

Karl Norbert MerzKarl Norbert Merz, der auch gleichzeitig Ortsvereinsvorsitzender in Nauheim ist, bekräftigte in seiner Ansprache, dass er die Gemeindevertretung im Interesse aller Fraktionen und nach innen, wie nach außen mit der gegebenen Neutralität führen und repräsentieren wird. Dies stünde nicht im Widerspruch zu seiner innerparteilichen Funktion.

So sachlich und respektvoll, wie die Nauheimer SPD ihren Vorsitzenden bisher kennt, hat er auch souverän durch seine erste Sitzung geführt.

Wir gratulieren Karl Norbert Merz zu seinem neuen Amt und freuen uns, dass wieder ein Sozialdemokrat an der Spitze der Gemeindevertretung steht.

Reporter

Die Gemeinde Nauheim hat auf ihrer Homepage eine neue Stelle ausgeschrieben. Gesucht wird ein

Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Liest man die Ausschreibung und schaut sich das Aufgaben- und Anforderungsprofil genauer an: eine hochdifferenzierte und sicher auch gut dotierte Stelle.

Aber braucht eine Gemeinde wie Nauheim, mit knapp über 10.000 Einwohner so etwas? Ist dies nicht eine Nummer zu hoch dimensioniert? Weiterlesen